Zu Beginn sollte festgestellt werden, dass Sie und die Teilnehmer, welche eine Raftingtour planen, für die Raftingtour auf dem Wildwasser eine durchschnittliche sportliche Konstitution mitbringen.

Für die Sportart sind kaum Vorkenntnisse vonnöten, daher eignet sich Wildwasser Raftingtouren auch für Familien und Gruppen, die über unterschiedliche körperliche Voraussetzungen verfügen.

Je nach Schwierigkeitsgrad des zu befahrenden Flusses, müssen die Teilnehmer über mehr oder weniger gute Schwimmkenntnisse verfügen.

Rafting, (Quelle: Pixabay)
Rafting, (Quelle: Pixabay)
Gesundheitszustand, (Quelle: pxhere)
Gesundheitszustand, (Quelle: pxhere)

Ein guter Gesundheitszustand wird jedoch von allen Teilnehmern der Raftingtour vorausgesetzt, da man ständig in Bewegung ist. 

Es werden besonders die Arm-, Rumpf- und Beinmuskulatur beansprucht, da man das Boot tragen, steuern und stabilisieren muss.

Personen die mehr als 125kg wiegen sollten dies dem Anbieter bekannt geben, da sich somit die maximal zugelassene Personenanzahl ändern könnte.

Falls Kinder an der Raftingtour teilnehmen wollen ist zu beachten, dass eine bevollmächtigte erwachsene Person als Begleitung nötig ist. 

Anbieter bieten schon Touren für Kinder ab 5 Jahren an.

Kinder, (Quelle: Pixabay)
Kinder, (Quelle: Pixabay)
Alcohol X, (Quelle: Pixabay)
Alcohol X, (Quelle: Pixabay)

Personen die unter Einfluss von Alkohol, Drogen oder Medikamenteneinfluss stehen sind ausdrücklich von einer Wildwasser Raftingtour auszuschließen da volle Geistesgegenwärtigkeit gefordert ist.

Gegebenenfalls muss ein Hausarzt konsultiert werden um die Tüchtigkeit unter Medikamenteneinfluss abwägen zu können. Viele Tourguides geben im Vorfeld Informationen wie man sich am besten zu verhalten hat.

Des Weiteren sollte beachtet werden, dass die Natur und Umgebung während der gesamten Wildwasser raftingtour mit Rücksicht behandelt werden sollte. 

Jedwede Verschmutzung oder Zerstörung ist nicht erwünscht. 

Naturschutz, (Quelle: pxhere)
Naturschutz, (Quelle: pxhere)

Für eventuell anfallenden Müll sollten kleine Müllbeutel selbst mitgebracht werden um anschließend die Abfälle mit nach Hause zu nehmen. Gegebenenfalls den Anweisungen des Rafting-Personals folgeleisten. Des Weiteren wird empfohlen noch vor Fahrtantritt die Toilette aufzusuchen da während der Fahrt kein Toilettengang möglich ist.

Falls den Sicherheitsregeln oder den Anweisungen des Personals nicht folgegeleistet wird, kann Rafting eine gefährliche Sportart sein. Bei Nichtbeachtung sind Unfälle nicht auszuschließen, was Ereignisse der Vergangenheit zeigen. 

Wichtig ist es sich mit dem Sicherheitskonzept des jeweiligen Raftingtour Anbieters auseinander zu setzen und Fragen im Vorfeld zu klären bevor eine Tour gebucht wird. 

Sicherheit, (Quelle: Pixabay)
Sicherheit, (Quelle: Pixabay)

Es sollte auf jeden Fall geklärt werden welche Art und Umfang der Ausrüstung benötigt wird und wie erfahren die Bootsführer/Tourguides des jeweiligen Anbieters sind. 

Qualifikationen der einzelnen Anbieter, wie etwa zeitliche Erfahrung, sind meistens schon Bestandteil des Tourangebots.

Viele Anbieter besitzen daher gewisse Sicherheitsstandards um den Teilnehmern im Vorfeld Zweifel zu nehmen. 

Zu einem reibungslosen Ablauf zählen daher eine theoretische Sicherheitseinweisung und eine dauerhafte Nutzung von Schwimmwesten.

Die Sicherheitseinweisung besteht aus einem ca. 15-20-minütigem Vortrag von geschultem Personal bei dem vermittelt werden soll wie man sich auf dem Boot verhält, wie die Paddeltechnik angewendet wird und wie man Rücksicht auf das FFH-Schutzgebiet (Fauna-Flora-Habitatrichtlinie) nimmt. 

Anbieter, (Quelle: Pixabay)
Anbieter, (Quelle: Pixabay)

Zudem wird auf alle Risiken und auf eventuelle Schwierigkeiten auf dem Streckenverlauf hingewiesen. Vor Fahrtantritt auf dem Wildwasser erhält jeder Teilnehmer eine Schwimmweste, ein Paddel und einen wasserundurchlässigen Behälter für Handys/Fotokameras. Der Raftguide muss darauf achten dass die Ausrüstung aller Teilnehmer fest sitzt und alles passt. Diese Informationen müssen an alle Teilnehmer weitergegeben werden.

Padel, (Quelle: Pixabay)
Padel, (Quelle: Pixabay)
Weste, (Quelle: Pixabay)
Weste, (Quelle: Pixabay)

Die Sicherheitsmaßnahmen sind mittlerweile recht hoch entwicklelt und perfektioniert worden, daher ist Raftig innerhalb der kommerziellen Anbieter ein verhältnismäßig sicheres Freizeitvergnügen. Die Maßnahmen variieren von Gebiet zu Gebiet und sind teilweise sehr strikt.

So müssen sich Raftingtour Anbieter regelmäßigen Prüfungen unterziehen, Boote und Ausrüstungen müssen regelmäßig getestet, gewartet und abgenommen werden. Die komplette Schutzausrüstung muss CEC-geprüft sein.

Des Weiteren müssen sich Anbieter und deren Angestellte einer staatlichen Prüfung unterziehen.

Test, (Quelle: Pixabay)
Test, (Quelle: Pixabay)

Rafting-Guides müssen Prüfungen über die Technik der Ausrüstung, Gruppenleitung, Erste-Hilfe ablegen und eine Rettungsschwimmerausbildung abschließen. Auszeichnungen und gewisse Siegel zeugen von Seriosität, daher sollte man sich im Vorfeld darüber erkundigen um die höchstmögliche Sicherheit zu gewährleisten.

Die Tourguides stehen während der gesamten Fahrt für alle Teilnehmer zu Verfügung was Fragen und Hilfe angeht.

Kompromiss , (Quelle: Pixabay)
Kompromiss , (Quelle: Pixabay)

Gefahren mit denen sich die Touranbieter auseinander setzen müssen ist zum Beispiel der Konflikt mit dem Naturschutz und der Naturnutzung. Zwischen Raftingsportlern und Anglern kam es in der Vergangenheit häufiger zu Problemen. 

Durch Kompromisse und Beschränkungen der Befahrungszeiten während des Jahres konnten die Konflikte weitestgehend beschwichtigt werden.

Schwierigkeitsgrad

Raftingtouren werden in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden durchgeführt, denn die meisten Wildwasser-Flüsse können in mehreren Abschnitten unterteilt werden, welche abermals unterschiedliche Schwierigkeitsgrade aufweisen.

Mithilfe der von der Internationalen Canu-Föderation (ICF) entwickelten Wildwasser-Schwierigkeitstabelle wird die Befahrbarkeit von Flüssen und Bächen festgestellt. 

Die Skala umfasst 6 Grade und reicht von WW I “unschwierig” bis WW VI “Grenze der Befahrbarkeit”.

Anhand dieser Grade orientiert sich der Schwierigkeitsgrad einer Rafting Tour. Anfänger Touren beinhalten in der Regel Flüsse der Schwierigkeitsskala I-III, diese sind für Einsteiger oder auch Familien mit kleinen Kindern zu empfehlen.

Erfahrene Touren können schon auf Gewässer der Kategorie III–VI stattfinden und sprechen eher die Fortgeschrittenen und Adrenalinjunkies an.

Der Schwierigkeitsgrad VI wird selbst von Raftingprofis kaum befahren, da die Befahrbarkeit fast unmöglich ist.

Wildwasser-Schwierigkeitstabelle*:

Schwierigkeit:Bedingungen:
IBewegtes Wasser, leichte Wellen; gut für Anfänger und Familien mit Kindern geeignet; sehr einfache Hindernisse
IIEinfach Stromschnellen, vorhersehbare Wellen, offene Passagen, die ohne Unterstützung befahren werden können; es gilt einigen Hindernissen auszuweichen
IIIUnregelmäßige hohe Wellen; enge Passagen, die dafür sorgen, dass Wasser ins Boot spritzt; einzelne Blöcke und Hindernisse
IVHohe, andauernde Wellen; Durchfahrten nicht immer frei erkennbar; erfordert präzises Lenken zwischen Hindernissen hindurch
VKomplexe Stromschnellen, extreme Wellen und Wirbel; freie Sicht kaum gegeben – benötigt Erkundung vorab
VIBeinahe unmöglich zu befahren; bei bestimmten Bedingungen eventuell von Profis befahrbar; allgemein sehr hohes Risiko

*Quelle: Deutscher Kanu-Verband e.V.

Fazit

Raftingtour Anbieter bieten unterschiedliche Touren für Anfänger und Fortgeschrittene an, sodass jeder das Passende für seine eigenen Fähigkeiten findet.

Evolution, (Quelle: Pixabay)
Evolution, (Quelle: Pixabay)

Zwar werden gute Schwimmkenntnisse erfordert, es können jedoch einfache und ruhige Streckenabschnitte auch von Kindern befahren werden, welche noch nicht gut schwimmen können. Das verpflichtende Tragen einer Schwimmweste schützt ebenso die Kinder und sorgt dafür, dass auch keine guten Schwimmer an der Tour teilnehmen können.

Das Wichtigste ist jedoch das Kinder von erfahrenen und kräftigen Erwachsenen begleitet werden um stets die Kontrolle über das Boot zu behalten um somit kritische Situationen zu verhindern. 

Es muss auch stets darauf geachtet werden, dass die erforderliche Schutzausrüstung (Neoprenanzug, Helm, etc.) auf die Größe des Kindes angepasst ist.

Bei stärkeren Wildwasser-Gewässern und Gebirgsbächen ist es erforderlich, dass alle Teilnehmer gute Schwimmer sind und auch keine Ängste mitbringen, denn den Wildwasser Raftingtouren besteht immer die Möglichkeit dass Strudel oder starke Strömungen die Stabilität des Bootes gefährden und man aus dem Boot geschleudert wird oder in manchen Fällen das Boot sogar kentert. 

Dabei gilt es sich zu verinnerlichen die eigene Ruhe zu bewahren und mithilfe des Tourguides das Boot wiederaufzurichten.