Einführung

Rafting Gefahren sind ein Risiko welche nicht unterschätzt werden dürfen. Die Anzahl der Teilnehmer dieser Extremsportart wächst seit Jahren. Abgesehen vom Rafting Wettkampfsport können auch ruhigere Raftingtouren auf speziellen
Wildwasseranlagen durchgeführt werden.

Sie müssen sich daher darüber informieren welche eigenen Anforderungen Sie erfüllen und auf was Sie sonst noch achten müssen. 

Daher ist es wichtig sich mit den Rafting Gefahren auseinander zu setzen um in den Strömungen der Wildwässer zu bestehen.

Rafting Gefahren: Körperliche Fitness

Um Rafting Gefahren zu Beginn zu minimieren bzw. auszuschließen muss festgestellt werden, dass Sie und die Teilnehmer, welche eine Rafting Tour planen, für die Tour auf dem Wasser eine durchschnittliche und sportliche Konstitution mitbringen. 

Obwohl diese Extremsportart viel von Ihnen abverlangen kann sind kaum Vorkenntnisse vonnöten, daher eignet sich Wildwasser Rafting auch für Familien und Gruppen, die über unterschiedliche körperliche Voraussetzungen verfügen.

rafting gefahren fitness
Bist du fit für Rafting ?

Je nach Schwierigkeitsgrad des zu befahrenden Flusses müssen die Teilnehmer über mehr oder weniger gute Schwimmkenntnisse verfügen.

Da man im Wildwasser ständig in Bewegung ist, wird ein guter Zustand der Gesundheit von allen Teilnehmern der Rafting-Tour vorausgesetzt. Es werden besonders die Arm-, Rumpf- und Beinmuskulatur beansprucht, da man das Raft (so nennt sich das Boot mit speziellem gummierten Gewebe) tragen, steuern und stabilisieren muss. Besonders das Anwenden der Paddeltechnik ist sehr anstrengend. Paddelt man zu schnell, sind Sie zu schnell erschöpft und können nichtmehr richtig reagieren. Paddelt man hingegen in einem ausgewogen Tempo haben Sie während der Tour immer genug Energie.

Personen die mehr als 125 Kilogramm wiegen, sollen dies dem Anbieter bekannt geben, da sich somit die maximal zugelassene Personenanzahl ändern kann.

Rafting Gefahren: Alkohol und Medikamente

Alcohol X, (Quelle: Pixabay)
Alcohol X, (Quelle: Pixabay)

Personen die unter Einfluss von Alkohol, Drogen oder Medikamenten stehen sind ausdrücklich von einer Tour auszuschließen. Die volle Geistesgegenwärtigkeit ist hierbei gefordert ist, der Körper darf nicht unnötig beeinträchtigt sein.

Gegebenenfalls muss ein Hausarzt um Rat gefragt werden um die Tüchtigkeit unter Einfluss von Medikamenten abwägen zu können. Viele Tourguides geben im Vorfeld Informationen wie man sich am besten zu verhalten hat um die Rafting Gefahren zu reduzieren.

Raftingtour Anbieter bieten unterschiedliche Touren für Anfänger und Fortgeschrittene an, sodass jeder das Passende für seine eigenen Fähigkeiten abhängig vom Wasserstand findet.
 
Bei stärkeren Wildwässern und Gebirgsbächen mit hohem Wasserstand ist es erforderlich, dass alle Leute an Bord gute Schwimmer sind. Ein guter Umgang mit dem Paddel ist ebenso gefragt wie auch keine größeren Ängste vor einer Herrausforderung zu haben. 
 
Besonders im Frühling, bedingt durch Schmelzwasser, kann der Wasserstand relativ hoch sein und die Fahrt is somit gefährlicher als sonst. Ein Restrisiko dass der Wasserstand durch plötzliche Regenfälle ansteigt gibt es natürlich immer. Beim Wildwasser Rafting besteht immer die Möglichkeit dass Strudel oder starke Strömungen die Stabilität des Schlauchboots gefährden und Sie aus dem Boot geschleudert werden oder in manchen Fällen das Schlauchboot sogar kentert. Dabei gilt es sich zu verinnerlichen die eigene Ruhe zu bewahren und mithilfe des Tourguides das Raft wiederaufzurichten.

Rafting Gefahren: Kleinkinder

Falls Kinder an der Tour teilnehmen wollen ist zu beachten, dass eine bevollmächtigte, erwachsene Person als Begleitung nötig ist. Anbieter bieten schon Touren für Kinder ab 5 Jahren an. Das Wichtigste ist jedoch das Kinder von erfahrenen und kräftigen Erwachsenen begleitet werden. 

Die Kinder alleine sind nicht in der Lage stets die Kontrolle über das Boot im Wasser zu behalten. Somit können kritische Situationen durch Wachseimkeit verhindert werden. Es muss auch stets darauf geachtet werden, dass die erforderliche Schutzausrüstung (Neoprenanzug, Helm, etc.) auf die Größe des Kindes angepasst ist.

rafting gefahren kinder
Rafting ist auch für Kinder geeignet, aber..

Es können jedoch auch einfache und ruhige Streckenabschnitte bzw. Abschnitte mit einem niedrigeren Wasserstand von Kindern befahren werden. Kinder die noch nicht gut schwimmen können sind somit auch in der Lage an kleineren und ruhigeren Touren teilzunehmen. Besonders speziell angelegte Wildwasseranlagen minimieren die Sicherheitsrisiken und sind für jüngere Personen viel besser geeignet als natürliche Flussverläufe, da sie teilweise unberechnebar sind. Das verpflichtende Tragen einer Schwimmweste schützt ebenso die Kinder und sorgt dafür, dass auch keine guten Schwimmer an der Tour teilnehmen können. Ein kleiner Sturz ins Wasser ist somit auch kein Problem.

Rafting Gefahren: Anweisungen des Personals folgeleisten

Falls den Sicherheitsregeln oder den Anweisungen des Personals nicht folgegeleistet wird, können die Rafting Gefahren sehr hoch sein. Bei Nichtbeachtung sind Unfälle nicht auszuschließen, was Ereignisse der Vergangenheit zeigen. 

Bevor eine Tour gebucht wird ist es wichtig sich mit dem Sicherheitskonzept des jeweiligen Rafting-Touranbieters auseinander zu setzen und Fragen im Vorfeld zu klären. 

Es muss auf jeden Fall geklärt werden welche Art und Umfang der Ausrüstung benötigt wird und wie erfahren die Bootsführer/Tourguides des jeweiligen Anbieters sind. Qualifikationen der einzelnen Anbieter, wie etwa zeitliche Erfahrung, sind meistens schon Bestandteil des Tourangebots.

Viele Anbieter besitzen daher gewisse Sicherheitsregeln um den zukünftigen Raftern im Vorfeld Zweifel zu nehmen. Zu einem reibungslosen Ablauf zählen daher eine theoretische Einweisung, Erlernung der Paddeltechnik und eine dauerhafte Nutzung von Schwimmwesten auf dem Schlauchboot. Den Kommandos des Bootsführers sollte auch unbedingt folgegeleistet werden. Diese Sicherheitsregeln sollten auf jedenfall eingehalten werden um die Sicherheitsrisiken zu minimieren.

Rafting Gefahren: Sicherheitsanweisung

Die Einweisung besteht aus einem ca. 15 bis 20 minütigen Vortrag von geschultem Personal. Bei diesem soll vermittelt werden wie man sich auf dem Raft (Schlauchboot) verhält. Wichtig zu wissen ist, dass das Raft aus einem mehrlagigen, gummierten Gewebe mit mehreren Luftkammern besteht. Falls es also zu einer Kollision mit Steinen etc. kommt können auch mehrere Luftkammern beschädigt werden ohne dass das Raft seine Schwimmfähigkeit verliert. Außerdem wird Ihnen auch beigebracht wie Sie mit dem Stechpaddel des Rafts richtig paddeln können und wie Sie Rücksicht auf das FFH-Schutzgebiet (Fauna-Flora-Habitatrichtlinie) nehmen können.

Zudem wird auf alle Risiken und auf eventuelle Schwierigkeiten auf dem Streckenverlauf hingewiesen, z.B wenn Sie auf dem Flussbett aufsetzen etc.

Anbieter, (Quelle: Pixabay)

Vor Antritt der Fahrt erhält jeder Teilnehmer eine Schwimmweste mit dazugehörigem Neoprenanzug, ein Paddel und einen wasserdichten Behälter für Handys oder auch Kameras. Der Raftguide muss darauf achten dass die Ausrüstung aller Teilnehmer fest sitzt und alles passt. Auch der richtige Umgang mit dem Schlauchboot muss eingeübt werden. Diese Informationen müssen an alle Teilnehmer weitergegeben werden damit die Sicherheit aller gewährleistet ist. Hierbei auch auf Kommandos des Raftguides achten.

Die Sicherheitsmaßnahmen sind mittlerweile recht hoch entwicklelt und perfektioniert worden. Daher ist Rafting innerhalb der kommerziellen Anbieter ein verhältnismäßig sicheres Freizeitvergnügen. Die Maßnahmen variieren von Gebiet zu Gebiet und sind teilweise sehr strikt. Somit werden die Gefahren beim Rafting so gering wie möglich gehalten. Ein Restrisiko besteht natürlich immer.

Rafting Gefahren: Auf Ausbildung des Personals achten

Raftingtour Anbieter müssen sich regelmäßigen Prüfungen bezüglich der Sicherheit unterziehen. Die Boote und Ausrüstungen müssen regelmäßig getestet, gewartet und abgenommen werden. Die komplette Schutzausrüstung muss CEC-geprüft sein.

Des Weiteren müssen sich Raftingtour Anbieter und deren Angestellte einer staatlichen Prüfung unterziehen um sicherzustellen dass sie eine reibungslose Einweisung bieten können.

Rafting-Guides müssen Prüfungen über die Technik der Ausrüstung, der Gruppenleitung und der Erste-Hilfe ablegen. Eine Ausbildung zum Rettungsschwimmer muss zusätzlich abgeschlossen werden. Auszeichnungen und gewisse Siegel zeugen hierbei von Seriosität. Daher sollte man sich im Vorfeld darüber erkundigen um die höchstmögliche Sicherheit zu gewährleisten und das Restrisiko zu minimieren. Kenntnisse über die Umgebung, die Eigenschaften des Flussbetts und Wetterverhältnisse bezüglich des Wasserstandes während den unterschiedlichen Jahreszeiten müssen natürlich auch vorhanden sein.

Die Tourguides stehen während der gesamten Fahrt für alle Teilnehmer zu Verfügung was Fragen und Hilfe angeht. Hindernisse in der Kommunikation zwischen einzelnen Personen müssen im Vorfeld geklärt werden.

Rafting Gefahren: Konflikt zwischen dem Naturschutz und der Nutzung der Natur?

Dinge mit denen sich die Touranbieter auseinander setzen sind zum Beispiel die Konflikte mit dem Naturschutz und der Nutzung der Natur. Zwischen Sportlern die Rafting betreiben und Anglern kam es in der Vergangenheit häufiger zu Problemen. 

Durch Kompromisse und Beschränkungen der Befahrungszeiten während des Jahres sind die Konflikte weitestgehend eingestellt worden.

Daher ist stets zu beachten, dass die Natur und Umgebung während der gesamten Tour mit Rücksicht behandelt werden muss. Jedwede Verschmutzung oder Zerstörung ist nicht erwünscht. Für eventuell anfallenden Müll müssen kleine Müllbeutel selbst mitgebracht werden um anschließend die Abfälle mit nach Hause zu nehmen. Gegebenenfalls den Anweisungen des Rafting-Personals folgeleisten. Des Weiteren wird empfohlen noch vor Antritt der Fahrt die Toilette aufzusuchen da während der Fahrt kein Gang zur Toilette möglich ist.

Rafting Gefahren: Schwierigkeitsgrade

Rafting Touren werden in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen durchgeführt, denn die meisten Flüsse können in mehrere Abschnitten mit anderen Hindernissen unterteilt werden. 

Diese weisen abermals unterschiedliche Schwierigkeitsgrade auf. Zusätzlich verändert sich die Schwierigkeit abhängig von der Jahreszeit da zu Beispiel der Wasserstand in Frühling viel höher ist als im Sommer und die Stromschnellen somit auch unterschiedlich stark sein können

Mithilfe der von der Internationalen Canu-Föderation (ICF) entwickelten Wildwasser-Schwierigkeitstabelle wird die Befahrbarkeit von Flüssen und Bächen festgestellt. Die Skala umfasst 6 Grade und reicht von WW I “unschwierig” bis WW VI “Grenze der Befahrbarkeit”.

Anhand dieser Grade orientiert sich die Schwierigkeitsstufe einer Raftingtour im Wasser. Raftingtouren für Anfänger beinhalten in der Regel Flüsse der Schwierigkeitsskala I-III. Diese sind für Einsteiger oder auch Familien mit kleinen Kindern zu empfehlen. Der Wasserstand ist hierbei auch nicht so groß.

Erfahrene Touren können schon auf Gewässer der Kategorie III–VI stattfinden und sprechen eher die Fortgeschrittenen und Adrenalinjunkies an. Das Flussbett kann hierbei auch schon tiefer und vorallem enger sein.

Der Schwierigkeitsgrad VI wird selbst von Raftingprofis kaum befahren, da die Befahrbarkeit fast unmöglich ist

Wildwasser-Schwierigkeitstabelle*:

Schwierigkeit:Bedingungen:
IBewegtes Wasser, leichte Wellen; gut für Anfänger und Familien mit Kindern geeignet; sehr einfache Hindernisse, kein gefährlicher Wasserstand; kein großer Aufwand beim paddeln mit dem Stechpaddel, trotzdem sollten grundlegende Schwimmkenntnisse vorhanden sein
IIEinfache Stromschnellen, vorhersehbare Wellen, offene Passagen, die ohne Unterstützung befahren werden können; es gilt einigen Hindernissen auszuweichen
IIIUnregelmäßige hohe Wellen; enge Passagen, die dafür sorgen, dass Wasser ins Boot spritzt; einzelne Blöcke und Hindernisse
IVHohe, andauernde Wellen; Durchfahrten nicht immer frei erkennbar; erfordert präzises Lenken zwischen Hindernissen hindurch, Stromschnellen schon etwas schwieriger zu befahren
 VKomplexe Stromschnellen, extreme Wellen und Wirbel; freie Sicht kaum gegeben – benötigt Erkundung vorab, sehr schwer zu paddeln mit Stechpaddel, bei starken Regenfällen sogut wie unbefahrbar, eher für Wettkampfsport geeignet
VIBeinahe unmöglich zu befahren; bei bestimmten Bedingungen eventuell von Profis befahrbar; allgemein sehr hohes Risiko, vorallem im Frühjahr sehr hoher Wasserstand

*Quelle: Deutscher Kanu-Verband e.V.